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Bernhard's MOTOSITE

...vor allem MOTO GUZZI

Kettenoeler

Kettenöler

Die Kettenpflege war - guzzibedingt - eigentlich schon seit Jahrzehnten in Vergessenheit geraten, an anderen Mopeds ist sie allerdings ein notwendiges Übel.

Mittlerweile gibt es ja verschiedene, mehr oder weniger teure oder und/oder komplizierte Schmiersysteme zu kaufen.
Für mich kam allerdings nur eine Eigenkonstruktion in Frage.

Diese soll kostengünstig sein, so simpel wie möglich aufgebaut (was nicht dran ist, geht auch nicht kaputt) und ohne Elektrik/Elektronik auskommen.

Ein mit diesen Vorgaben entworfenes System funktioniert seit einigen Jahren an verschiedenen Ketten-Mopeds in der Familie überaus zufriedenstellend.

Als Vorratsbehälter kommt ein original Brembo-Bremsflüssigkeitsbehälter zum Einsatz.  Vorteile: - eine spezielle Belüftung im Deckel verhindert, daß Wasser eindringt - seitliche Befestigungslasche zum Anschrauben - bewährt für den Einsatz am Motorrad - grosse Öffnung für einfaches Befüllen - schnelle Ölstandkontrolle - saubere Optik (ist ja schließlich ein Motorradteil) - relativ grosses Fassungsvermögen von 30 ml

Als Vorratsbehälter kommt ein original Brembo-Bremsflüssigkeitsbehälter zum Einsatz. Vorteile: - eine spezielle Belüftung im Deckel verhindert, daß Wasser eindringt - seitliche Befestigungslasche zum Anschrauben - bewährt für den Einsatz am Motorrad - grosse Öffnung für einfaches Befüllen - schnelle Ölstandkontrolle - saubere Optik (ist ja schließlich ein Motorradteil) - relativ grosses Fassungsvermögen von 30 ml

Ein Halteblech zur Montage an den linken Soziusrastenträger ist schnell gebaut und poliert,
Ein Halteblech zur Montage an den linken Soziusrastenträger ist schnell gebaut und poliert,

Ein Halteblech zur Montage an den linken Soziusrastenträger ist schnell gebaut und poliert,

Der Ölfluss wird über ein unterdruckgesteuertes Membranventil - also sobald der Motor läuft - freigegeben. Vorteil: keine Elektrik und das Schließen kann nicht vergessen werden. Dieses Ventil wird mit einem Haltewinkel an der Schwinge montiert, damit es nicht gegen dagegen stößt. Der Unterdruckschlauch wird am Ansaugstutzen eines Zylinders angeschlossen (Synchrontester-Anschluß). Alternativ ginge auch ein Elektromagnetisches Ventil, das zusammen mit dem Licht geschaltet wird - das bedeutet aber wieder Mehraufwand.

Der Ölfluss wird über ein unterdruckgesteuertes Membranventil - also sobald der Motor läuft - freigegeben. Vorteil: keine Elektrik und das Schließen kann nicht vergessen werden. Dieses Ventil wird mit einem Haltewinkel an der Schwinge montiert, damit es nicht gegen dagegen stößt. Der Unterdruckschlauch wird am Ansaugstutzen eines Zylinders angeschlossen (Synchrontester-Anschluß). Alternativ ginge auch ein Elektromagnetisches Ventil, das zusammen mit dem Licht geschaltet wird - das bedeutet aber wieder Mehraufwand.

Ein 4mm Messing-Röhrchen wird an ein 40x25mm Blech angelötet und mit diesem unter die Schwinge geklebt.  Auf das Ende des Röhrchens wird eine 0,5er Kanüle gesteckt und diese so nah wie möglich an die Kette gebogen, ohne dort zu schleifen.
Ein 4mm Messing-Röhrchen wird an ein 40x25mm Blech angelötet und mit diesem unter die Schwinge geklebt.  Auf das Ende des Röhrchens wird eine 0,5er Kanüle gesteckt und diese so nah wie möglich an die Kette gebogen, ohne dort zu schleifen.

Ein 4mm Messing-Röhrchen wird an ein 40x25mm Blech angelötet und mit diesem unter die Schwinge geklebt. Auf das Ende des Röhrchens wird eine 0,5er Kanüle gesteckt und diese so nah wie möglich an die Kette gebogen, ohne dort zu schleifen.

Die Ölschläuche haben 4mm Innendurchmesser, der Unterdruckschlauch ca. 6mm.

Zum Ankleben des Messingblechs unter der Schwinge dient Montagekleber.

Die Durchflussmenge wird über die Viskosität des Öls und die Größe der Kanüle eingestellt.

150er Getriebeöl ist auch bei Temperaturen um 5°C noch ausreichend flüssig:
Je kälter und viskoser das Öl, desto weniger tropft auf die Kette, allerdings haftet es dort auch länger.
Der Inhalt (30ml) reicht für ca. 1500 KM.

Für Wartungsarbeiten, bei denen der Motor im Stand laufen muß, wird der Ölschlauch abgezogen und mit einer M4-Schraube verschlossen. Oder einfach ein Lappen untergelegt.

Kosten für alles: ca. 25 - 30,-Euro

Vorteile:

  • Solch ein System lässt sich an fast jedes Moped bauen.
  • Durch die ständige Schmierung hält die Kette mindestens doppelt so lange.
  • Nachspannen ist (fast) überflüssig.
  • Das abgeschleuderte Öl lässt sich viel leichter entfernen als Kettenfett.
  • Die Kette bleibt sauberer - der stete Ölstrom reinigt die Kette.

 

Nachteile:

  • Die Kanüle verstopft manchmal, Ersatz unter dem Sitz ist empfehlenswert.
  • Beim Putzen und beim Radausbau muß man auf die Kanüle aufpassen.
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